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Promovierende

am Lehrstuhl für Regierungslehre und Policyforschung

Dialogorientierte Kommunikationsformate als Ansatz zur Depolarisierung politisch Entfremdeter

Promovendin: Katharina Hofmann

Das Promotionsvorhaben untersucht Defizite in der  politischen Kommunikationskultur als zentrale Ursache populistischer  Dynamiken in Deutschland. Auf Grundlage politikwissenschaftlicher, kommunikationswissenschaftlicher und psychologischer Perspektiven wird  insgesamt die Umsetzung drei empirischer Teilprojekte angestrebt: (1) die Konzeptualisierung und Entwicklung des Konstrukts eines typisch populistischen Deutungsstils (power-conscious thinking) sowie dessen Bedeutung für wahrgenommene Repräsentationslücken und populistische Orientierungen, (2) der kommunikative Umgang etablierter demokratischer Parteien mit der zunehmenden Attraktivität dieses populistischen Deutungsstils und dessen Auswirkungen auf affektive Polarisierung und Demokratiezufriedenheit in der Bevölkerung sowie (3) eine Interventionsstudie auf Basis der Gewaltfreien Kommunikation (GFK), die einen potenziell alternativen Weg der politischen dialogorientierten Kommunikation aufzeigt. Ausgangspunkt ist die zentrale Annahme, dass Populismus dort entsteht, wo die politische Öffentlichkeit bestimmte Deutungsmuster privilegiert und andere marginalisiert und wo zwischen diesen Deutungsmustern nur unzureichend vermittelt wird. Ziel der Dissertation ist es, theoretisch fundierte und empirisch belastbare Handlungsempfehlungen zur Stärkung demokratischer Resilienz in Zeiten gesellschaftlicher Spaltung zu entwickeln.

Zielerreichung und Compliance von Schutzgesetzen: Eine Evaluation des Normendesigns des ProstSchG

Promovend: Patrick Stephan

Ziel ist es, ein policy-Modell zur Evaluation von Schutzgesetzen auszuarbeiten. Das policy-Modell  soll aus feststehenden Kriterien bestehen, anhand derer sich beurteilen lässt, ob ein Schutzgesetz die vom Gesetzgeber beabsichtigten Ziele  erreicht oder verfehlt. Diese Frage stellt sich der deutsche, sowie EU-Gesetzgeber und schreibt daher in seine Gesetze den Auftrag zur Evaluation seiner Regelungen hinein. Um solchen Aufträgen nachzukommen braucht es interdisziplinäre Modelle mit denen sich methodisch eine Evaluation ausarbeiten lässt. Solch ein Modell will diese Arbeit zur Verfügung stellen. Interdisziplinär meint hierbei, dass sich einem rechtswissenschaftlichen, wie auch politikwissenschaftlichen Zugang zur Erarbeitung bedient wird. Im Anschluss an die Ausarbeitung des policy-Modells, wird dieses exemplarisch auf ein Fallbeispiel (das ProstSchG) angewendet.

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